Chronik der Schulentwicklung 1925 - 2015

1930

Es kommt zu einer Änderung in der Ausbildungsform. Die bisherige Unterrichtsführung in Form von kursmäßigen Lehrgängen wird durch einen in Klassen geführten Unterricht ersetzt. Einem zeitgemäßen Unterricht entsprechend, führt die Meisterschule des österreichischen Malerhandwerks nun drei Aufbauklassen und eine Meisterklasse. Die mit der Schulreform verbundenen Aufgaben werden von Prof. Franz Kaulfersch übernommen.

1939

Die Agenden des Schulerhalters werden vom Reichsministerium für Unterricht übernommen. Der Name der Schule wird geändert: Die Schule nennt sich nun „Meisterschule des deutschen Malerhandwerks“. Die Absolventen der Meisterklasse erhalten ein staatsgültiges Zeugnis und erlangen damit auch die Studienberechtigung an den Kunsthochschulen.

1945

Am 31. März 1945 kommt es bei einem Luftangriff zur Zerstörung des Schulgebäudes in der Severingasse.

1948

Schloss Leesdorf in Baden bei Wien wird neuer Standort der Meisterschule des österreichischen Malerhandwerks. Es galt, ein zum Teil zerstörtes und beschädigtes Gebäude in Stand zu setzen, um wieder einen Schulbetrieb aufnehmen zu können. Am 5. September 1948 war es dann soweit. Der Unterricht in Schloss Leesdorf konnte beginnen.

1968

Direktor Kaulfersch tritt in den wohlverdienten Ruhestand und als neuer Direktor wird der Abteilungsvorstand für Möbelbau an der Höheren Technischen Lehranstalt Mödling, Architekt Otto Sipek zum Schulleiter bestellt. Direktor Sipek reorganisiert die Malerschule Leesdorf und ist darum bemüht, die Meisterschule mit einer Fachschule zu ergänzen. Der Meisterschule werden 4 Planstellen als „Lebende Subventionen“ zugewiesen.

1976

Direktor Sipek tritt in den Ruhestand und OSR Sepp Wieltschnig wird abermals zum Schulleiter bestellt.

1980

Das Unterrichtsministerium übernimmt alle Lehrer der Fach- und Meisterschule als „Lebende Subvention“ in den Bundesdienst.

1988

Die Malerschule erhält einen 6-semestrigen Aufbaulehrgang für Bautechnik - Ausbildungszweig: Farbtechnik und Farbgestaltung.

1994/1995

Die HTL Baden erhält ein Kolleg für Bautechnik - Ausbildungszweig: Farbtechnik und Farbgestaltung.

1996

Dir. Ing. Johann Docekal wird pädagogischer und administrativer Leiter der Gesamtschule.

2000-2003

Schulleiter Dr. Josef Zenz.

2007

Eröffnung des Farb-Licht-Studios.

2009/2010

Die Fachschule für Malerei und Gestaltung erhält einen Regellehrplan.

2011/2012

Adaptierung und Implementierung des modularen, kompetenzorientierten Schulversuchslehrplans im Kolleg/Aufbaulehrgang gem. SchUG-B.

2004/2005

Jubiläum: 80 Jahre Meisterschule, 10 Jahre Kolleg und 10 Jahre Fachschule für Gehörlose.

1929

Die Wiener Malerschule erhält wegen des großen Erfolges mit dem „Reichsverband der Maler, Anstreicher und deren verwandte Gewerbe Österreichs“ einen Schulträger. Das Ausbildungsangebot bietet sich nun als ein bundesweites an. Die junge, aufstrebende Meisterschule ist damit zur „Meisterschule des österreichischen Malerhandwerks“ geworden.

1935

Prof. Franz Kaulfersch wird zum Direktor ernannt. Der provisorische Lehrplan wird von der vorgesetzten Schulbehörde als verbindlich erklärt.

1943

Rudolf Holzinger und Sepp Wieltschnig übernehmen nach der Einberufung von Direktor Franz Kaulfersch die Schulleitung. Die Fortführung des Schulbetriebes wird unter schwierigen Umständen aufrecht gehalten.

1946

Es findet die Wiederaufnahme eines ordnungsgemäßen Schulbetriebes mit dem Schulstandort im Wiener Kolpinghaus statt.

1955

Im Staatsvertragsjahr 1955 wird anlässlich des dreißigjährigen Bestandsjubiläums von Repräsentanten des Handwerks und der Farbindustrie der „Verein der Förderer des Malerhandwerks und seiner Bildungsstätten“ gegründet. Dieser Verein ist zunächst Gönner der Meisterschule und wird später Schulerhalter der Malerschule Leesdorf. Diese Funktion übt der Verein bis zum heutigen Tag aus. In den 50er Jahren etabliert sich die Meisterschule als traditionelle Ausbildungsstätte des österreichischen Malerhandwerks.

1971

Es soll eine dreijährige Fachschule eingerichtet werden, als Schulerhalter geht aus der Diskussion der „Verein der Förderer des Malerhandwerks und seiner Bildungsstätten“ hervor. Die offizielle Bezeichnung der neuen Schulform lautet: „Fachschule für Malerei, Anstrich und verwandte handwerkliche Techniken“. Im September 1971 wird mit Genehmigung des Bundesministeriums für Unterricht und Kunst die 1. Fachschulklasse geführt. Auch die zeitliche Unterrichtsorganisation der Meisterklasse wird verändert. Die vormalige und saisonbedingte sechsmonatige Führung (November bis April) von 3 Klassen wird zu Gunsten eines neuen Zeitmodells geändert. Die Ausbildungsdauer wird auf 2 Klassen verkürzt. Die erste Klasse wird als Vorbereitungsklasse in der Dauer von 6 Monaten (November bis April) geführt. Der Besuch der 2. Klasse, dies war die eigentliche Meisterklasse, erstreckt sich auf 10 Monate und findet nunmehr in der Zeit von September bis Juni statt und entspricht somit der Dauer unseres gegenwärtigen Unterrichtsjahres.

1977

OSR Sepp Wieltschnig, der bereits als „Leesdorfer Legende“ bezeichnet wird, tritt in den wohlverdienten Ruhestand. Ing. Johann Docekal wird mit der Schulleitung betraut. Zu dieser Zeit umfasst die Meisterschule des österreichischen Malerhandwerks 6 Klassen mit insgesamt 118 Schülern, die von 4 subventionierten Bundeslehrern und 6 Privatlehrern unterrichtet werden.

1985

Arch. DI Dr. Egon Presoly übernimmt die Schulleitung.

1994

Dkfm. Norbert Sandrieser wird Schulleiter des Aufbaulehrganges und des Kollegs.

1995

Schulversuch: Fachschule für Gehörlose in Kooperation mit dem Bundesinstitut für Gehörlosenbildung in Wien.

1999/2000

75-Jahre Meisterschule, die Schule wird renoviert.

seit 2003

Schulleiter DI Michael Wagner.

2005

Die Schule erhält eine moderne Schulbibliothek, das Farblabor wird räumlich neu adaptiert und erweitert. Im Säulensaal entsteht ein zeitgemäßer Informatiksaal mit einer stimmungsvollen räumlichen Atmosphäre. Die Kapazität an modernen Computerarbeitsplätzen wird erhöht und an der mittelalterlichen Wendeltreppe wird im 2. Stock ein weiterer Informatiksaal eingerichtet. Das neue „Multimediale Informationszentrum“ in unserem barocken Festsaal ermöglicht uns eine qualitätsvolle Seminartätigkeit und die geeignete Atmosphäre bei den abschließenden Prüfungen und Festveranstaltungen des Hauses.

2008/2009

Die Meisterschule für Malerei und verbundene Gewerbe erhält einen Regellehrplan.

2011

Eröffnung des Grafik-Design-Studios.

2014/2015

Jubiläum: 90 Jahre Meisterschule, 20 Jahre Kolleg/Aufbaulehrgang und 20 Jahre Fachschule für Gehörlose in Form von Inklusionsklassen.

1925

Im Herbst 1925 wird die „Meisterschule der Wiener Maler“ durch August Hoffmann, Franz Weiss und August Walter gegründet.

Der Unterricht wird in Form eines 4-monatigen Ausbildungskurses abgehalten. Ort der Veranstaltung ist zunächst ein Raum der Wiener Zimmer und Dekorationsmaler in Wien IX, Laudongasse 8. Der Vorstand setzt sich aus den 3 Gründungsmitgliedern zusammen. Die künstlerische Leitung der Meisterschule übernimmt August Hoffmann, die organisatorischen Belange werden vom Genossenschaftsvorsteher Franz Weiss und seinem Stellvertreter August Walter betreut.

August Hoffmann - Meisterschule der Wiener Maler
Franz Weiss - Meisterschule der Wiener Maler
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August Hoffmann - Meisterschule der Wiener Maler
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